Die Neuapostolische Kirche Schweiz

Chronik der Gemeinden St. Gallen , St. Gallen - Centrum und St. Gallen - Ost

1896
Die Anfänge der Neuapostolischen Kirche in der Stadt St.Gallen gehen auf das Jahr 1896 zu
rück. Am 26.Oktober 1896 liess sich, aus Deutschland stammend, ein junger Bruder mit Namen Johannes Baumann in der Stadt nieder. Dies, nachdem er von Apostel Krebs nach St.
Gallen gesandt worden war mit dem Auftrag, in dieser Stadt eine Gemeinde zu gründen.

1897 - 1903
Trotz monatelangen beruflichen Schwierigkeiten arbeitete er mit Eifer an seinem Auftrag. Ein knappes Jahr nach seiner Ankunft in St.Gallen, im September 1897 konnte Apostel Krebs einen Gottesdienst mit Versiegelung halten. Im Jahre 1898 wurde Johannes Baumann, damals im Amt als Diakon tätig, ins Priesteramt ordiniert. Im selben Jahr wurde an der Brühlgasse St.Gallen eine erste Versammlungsstätte gefunden. Im Jahre 1903 zählte die Gemeinde 100
Mitglieder.

   

1903 - 1931
In den folgenden Jahrzehnten mussten verschiedene Umzüge vorgenommen werden bis im Jahre 1923 das käuflich erworbene Lokal im Haldenhof bezogen werden konnte. Dem  damaligen Vorsteher Johannes Baumann, seit 1907 im Hirtenamt und 1919 zum  Bezirksältesten ordiniert, wurden durch Apostel Hölzel weitere treue Mitarbeiter zur Seite
gestellt. Dadurch konnte der Bezirk St.Gallen geschaffen werden. In den Jahren ab 1901 bis 1929 entstanden die Gemeinden Stein AR, Heiden, Schachen-Reute, Wald AR, Herisau und Speicher sowie die Gemeinden Rorschach, Arbon, Romanshorn, Buchs, Chur, Davos, D-Ravensburg, A-Lustenau und weitere österreichische Gemeinden. Ab 1929 machten dem Bezirksältesten Baumann ernsthafte gesundheitliche Schwierigkeiten zu schaffen und im Jahre 1931 wurde er in die Ewigkeit abberufen.

1931 - 1932
Die Weiterführung des Bezirkes erfolgte durch den damaligen Hirten Emil Baisch, dem im Jahre 1931 das Gemeindeältestenamt und 1932 das Bezirksältestenamt übertragen wurden.

Aemter 1934
Stehend v.l.n.r.: Dk Vogler, Ud Ott, Pr
Heierle, Dk Strebel, Pr Hauri, BEv Streckeisen, Pr Stauffer, Pr Münzer,
Dk Bösch, Pr Helmuth, Ud Rohner
Sitzend v.l.n.r.: Ud Schaffhauser, Ud Hänni, Ev Bruderer, BAe Baisch, Ud Metzger, Ud Baisch

1937
Am 28. Februar 1937 wurde in einem Gottesdienst durch Bezirksapostel Ernst Güttinger die neue Gemeinde St.Gallen-Ost an der Helvetiastrasse 47 eingeweiht und dadurch ein weiterer Markstein gesetzt. Bezirksevangelist Ernst Streckeisen wurde die Führung der Gemeinde als Vorsteher übergeben.

1941
Anfang 1941 umfasste der Bezirk St.Gallen 21 Gemeinden mit insgesamt 1548 Mitgliedern. Am 16.März dieses Jahres hielt Bezirksapostel Ernst Güttinger in Begleitung von Apostel Rudolf Schneider sen. wieder einen Gottesdienst in St.Gallen. In diesem Gottesdienst erfolgte die Teilung des Bezirkes St.Gallen in zwei Bezirke: St.Gallen-Centrum und St.Gallen-Ost.
Zugleich wurde der bisherige Bezirksevangelist Ernst Streckeisen ins Bezirksältestenamt eingesetzt. Fortan bediente der Bezirksälteste Emil Baisch den Bezirk St.Gallen-Centrum, Bezirk St.Gallen I und Bezirksältester Ernst Streckeisen den Bezirk St.Gallen-Ost, St.Gallen II.


1950
Der Bezirksälteste Emil Baisch wirkte in seinem Auftrag bis ins Jahr 1950 und hatte insbesondere in den schwierigen Jahren des zweiten Weltkrieges schwere Lasten auf seinen Schultern, dies auch bedingt durch die Abwesenheit einiger Amtsträger während der Aktivdienstzeit. Trotz allem förderte er in grossem Masse die Entwicklung der Gemeinden.
Am 29.Januar 1950 übernahm der Bezirksälteste Ernst Streckeisen den Bezirk St.GallenII, St.Gallen-Centrum, der bis anhin unter St.GallenI bekannt war, zur Pflege.

1952-1954
Ab November 1952 bis Mitte 1954 wirkte Ludwig Teucher als Bezirksevangelist in der Gemeinde St.Gallen-Centrum. In einem Gottesdienst vom 20. Juni 1954 beauftragte Bezirksapostel Streckeisen Ludwig Teucher mit dem Amt eines Bezirksältesten und gleichzeitig als Vorsteher der Gemeinde St.Gallen-Centrum.

1955
In einem Gottesdienst in der Kirche Rorschach am 27. Februar 1955 wurde durch Bezirksapostel Ernst Streckeisen dem bisherigen Hirten Ernst Heierle das Bezirksältestenamt anvertraut.

1957
Am 28. Februar 1957 feierte der Bezirksapostel Ernst Streckeisen im Beisein der Apostel Hermann Hänni und Rudolf Schneider im Rahmen eines Festgottesdienstes das 20-Jahr Jubiläum der Gemeinde St.Gallen-Ost.

1958
Nachdem am 10. März der Spatenstich erfolgte und im Sommer 1958 der Rohbau der Kirche an der Dufourstrasse erstellt war, wurde die neue Kirche St.Gallen-Centrum am 18. Januar 1959 in einem Festgottesdienst durch Bezirksapostel Streckeisen eingeweiht und ihrer Zweckbestimmung übergeben, es war die 313. Kirche im Apostelbezirk Schweiz. 

Dufourstrasse 76
Dufourstrasse 76

Am 28. November 1961 erlitt der Vorsteher der Gemeinde, Bezirksevangelist Robert Ostinelli, einen schweren Verkehrsunfall, von dessen Folgen er sich nie ganz erholte. Dazu kamen im Laufe der Jahre sich verschlimmernde gesundheitliche Schwierigkeiten. Am 9. Januar1966 erfolgte dann seine Ruhesetzung.

1961
Der letzte Gottesdienst im Lokal der Helvetiastrasse 47 wurde am 30. April 1961 wieder durch Bezirksapostel Streckeisen in Begleitung der Apostel Hänni und Schneider gehalten.
Der 17. Dezember 1961 war der Tag der Einweihung der neuen Kirche St.Gallen-Ost an der
Brauerstrasse 21, gehalten durch Bezirksapostel Streckeisen. Die Eingangsworte des Bezirksapostels aus Psalm 118, 25: "O Herr hilf! O Herr, lass wohlgelingen!" waren in den nachmaligen 25 Jahren in grossen Lettern an der Empore der Kirche zu St.Gallen-Ost angebracht.

Brauerstrasse 21
Brauerstrasse 21

1966
Am 9. Januar 1966 setzte Apostel Schneider im Auftrag des Bezirksapostels den Hirten Albert Hauri zum Vorsteher der Gemeinde St.Gallen-Centrum. Am 6. April desselben Jahres wurde der Bezirksevangelist Robert Ostinelli in die Ewigkeit abberufen.


1971

Am 30. Mai 1971 hielt Bezirksapostel Streckeisen in Begleitung von Apostel Schneider und Bischof Ludwig Teucher den Pfingstgottesdienst. Es erfolgten die Ruhesetzung des Bezirksältesten Heierle, die Ordinationen des Bezirksevangelisten Heinz Hauri zum Bezirksältesten, des Gemeinde-Evangelisten Karl Berger zum Bezirksevangelisten sowie des Priesters Gino Minosi zum Hirten.


1975
Mit Datum vom 8. Februar 1975 trat der bisherige Stammapostel Walter Schmidt aus Alters
gründen in den Ruhestand. Im darauf folgenden Übertragungsgottesdienst vom 23. Februar 1975 aus Stuttgart ernannte Stammapostel Walter Schmidt Bezirksapostel Ernst Steckeisen zu seinem Nachfolger und ordinierte ihn zum neuen Stammapostel.

1976
Am 21. November 1976 wurde Bischof Ludwig Teucher zum Apostel ausgesondert.


1977
Der 20. Februar 1977 hatte wieder ein besonderes Gepräge: Festgottesdienst durch Stammapostel Streckeisen in Begleitung der Apostel, Hänni, Schneider i.R., Teucher, Hans Urwyler und Ernst Zimmermann mit gleichzeitigem 40-Jahr Jubiläum der Gemeinde St.Gallen-Ost.
Am 30. Oktober 1977 hielt Stammapostel Streckeisen seinen letzten Gottesdienst in der Gemeinde St.Gallen-Centrum, in dem er noch auf seine bis anhin 50-jährige Tätigkeit als Amtsträger hinwies und über einige markante Ereignisse aus dieser Zeit sprach.

1978
Am 23. April 1978 besuchte Bezirksapostel Hans Urwyler die Gemeinde St.Gallen-Centrum und entband Albert Hauri, der diese Gemeinde während 12 Jahren als Vorsteher bediente, von seiner Aufgabe. Dadurch konnte er als Bezirksevangelist die Gemeinden des Bezirkes öfters besuchen und war damit dem Bezirksältesten Ernst Rathgeb eine grosse Hilfe.
Dann kam der 8. November 1978, der Tag, an dem Stammapostel Streckeisen mitten in seiner Arbeit während einer Südafrikareise in Kapstadt in die Ewigkeit abberufen wurde, nachdem er kurz zuvor während dieser Reise schwer erkrankte. Als sein Nachfolger wurde der bisherige Bezirksapostel Hans Urwyler gewählt.
Bereits wenige Tage darauf, am 18. November 1978 besuchte Hans Urwyler in seiner neuen Verantwortung als Stammapostel die Gemeinde St.Gallen-Centrum und spendete ihren Gläubigen Trost.

1982
Am 25. Dezember 1982 besuchte Bezirksapostel Richard Fehr die Gemeinde St.Gallen-Centrum. In diesem Gottesdienst wurde der Bezirksälteste Ernst Rathgeb nach fast 25-jähriger Tätigkeit als Bezirksvorsteher der 13 Gemeinden dieses Bezirkes in den Ruhestand versetzt. Gleichzeitig wurde dem Hirten Paul Meiler, bisheriger Vorsteher der Gemeinde Rorschach, die Aufgabe als Bezirksältester anvertraut.

1983
Nachdem die beiden Bezirksämter Ernst Rathgeb am 18. März 1983 und nur 3 Tage später, am 21. März 1983 Albert Hauri in die Ewigkeit abberufen wurden, hielt Apostel Ludwig Teucher einen entsprechenden Gottesdienst in der Gemeinde St.Gallen-Centrum.


1985

Am letzten Tag des Jahres 1985 erschraken die Geschwister des Bezirkes St.Gallen, als die Kunde sich breitmachte, der ihnen so vertraute Apostel Ludwig Teucher, selbst ein St.Galler und in dieser Stadt wohnhaft, sei von ihnen gegangen.

1986
Am 6. Januar 1986 hielt Stammapostel Hans Urwyler den Trauergottesdienst für Apostel Teucher in St.Gallen-Centrum. Vorübergehend betreute Apostel Albert den Bezirk St.Gallen-Centrum und etwas später übernahm Apostel Peter Dessimoz diese Aufgabe.
Am 25. September 1986 gab Bezirksapostel Richard Fehr eine Änderung in der Einteilung der Bezirke bekannt. Nach 45 Jahren wurden die Bezirke St.Gallen-Centrum und St.Gallen-Ost nach Abtrennung einiger Gemeinden nach Wil und der Neugründung des Bezirkes Graubünden wieder zusammengefügt. Der Bezirk umfasste in dieser Zeit neben den beiden Stadtgemeinden weitere 16 Gemeinden im Rheintal, im Appenzellerland und in der Umgebung von St.Gallen. Drei Tage danach wurde Hirte Hubert Zingerle zum Vorsteher der Gemeinde St.Gallen-Centrum gesetzt. Schliesslich bleibt zu erwähnen, dass das Jahr 1986 das 90-Jahr Jubiläum der Gemeinde St.
Gallen-Centrum war.


1992

Zu einem aussergewöhnlichen Erlebnis für die beiden St.Galler Gemeinden wurde der Abend des 28. August 1992, denn an diesem Tag besuchte ein Kammerchor aus Odessa St.Gallen. In der Kirche St.Gallen-Centrum bot dieser stimmgewaltige Chor während fast anderthalb Stunden an Musikalischem, was den Geschwistern der St.Galler Gemeinden tiefe Eindrücke hinterliess. Ursprung dieses Zusammenkommens waren Besuche in der ehemaligen Sowjetunion durch Amtsträger des Bezirkes Schweiz, namentlich durch diejenigen von Bischof Hauri im Januar 1991 sowie die nachfolgenden Besuche durch Apostel Keller und Bezirksapostel Dessimoz.


1995

Der 25. Juni 1995 war wieder ein Tag besonderer Prägung für den gesamten Bezirk St.Gallen. In der Tonhalle St.Gallen fand an diesem Tag ein Festgottesdienst zum 100-Jahr-Jubiläum des Apostelbezirks Schweiz statt. Am Tag zuvor fand ebenfalls in der Tonhalle ein festlicher Anlass statt, dazu die Öffentlichkeit eingeladen war.


2009
Schliesslich, am 8.März 2009 besuchte Stammapostel Wilhelm Leber die Stadt im grünen Ring und hielt an diesem Tag einen Gottesdienst, der ebenfalls in der Tonhalle St.Gallen statt fand, dazu die beiden St. Galler Gemeinden sowie alle übrigen Gemeinden des Bezirkes St.Gallen eingeladen waren.

2009-2011
Geraume Zeit lang wurde in verschiedenen Projekten evaluiert, an welchen Standorten für die Stadtgemeinden Gottesdienste gehalten werden sollen. Beide Kirchen hatten hohen Sanierungsbedarf. Wegen der Parkplatzsituation an der Dufourstrasse wurden die Wochen-gottesdienste für beide Gemeinden ab Mai 2010 gemeinsam in der Kirche an der Brauerstrasse gehalten. Schliesslich kam es zum Grundsatzentscheid, die beiden Stadtgemeinden St.Gallen-Centrum und St.Gallen-Ost in der neuen Gemeinde St.Gallen zu vereinen.
Am Karfreitag 22. April 2011 fand der letzte Gottesdienst in St.Gallen-Centrum statt, und an Ostern 24. April 2011 besuchte Bischof Imhof St.Gallen und vollzog in einem feierlichen Gottesdienst die Zusammenlegung der beiden Stadtgemeinden. Gleichzeitig beauftragte er Bezirksevangelist Remo Passeri als Vorsteher ad interim. Ab diesem Datum finden die Wochengottesdienste an der Brauerstrasse jeweils mittwochs statt, bisher donnerstags. Und seit dem Frühjahr 2013 wirkt Hirte Caspar Ganzoni als Vorsteher der Gemeinde.


2012-2015

Mit dem Kauf auf Ende 2012 eines Grundstücks an der Rorschacherstrasse, einer ehemaligen Tankstelle, direkt gegenüber der Kirche Brauerstrasse gelegen, wurden die Weichen für einen Kirchen-Neubau an einem neuen Standort gestellt. Im Verlauf des Jahres 2012 konnte die Kirche St.Gallen-Centrum an der Dufourstrasse einer Käuferschaft übergeben werden. Heute ist dort die Freie Stadtschule domiziliert. Die Planung des Neubaus an der Brauerstrasse ging zügig voran. Am 6. Dezember 2013 wurde die Baubewilligung erteilt. Es wurde jedoch eine Einsprache erhoben und bis ans Bundesgericht weitergezogen. Trotz Ungewissheit über den Ausgang dieser Situation wurde Mitte 2015 mit dem Abbruch der ehemaligen Tankstelle begonnen. Der lang erwartete Entscheid fiel am 28. Oktober 2015 zugunsten der Neuapostolischen Kirche; die Beschwerde wurde vollumfänglich abgewiesen.

2016
Auf das Jahr 2016 hin hatte sich eine grosse Veränderung sichtbar angekündigt. Der Aushub an der Brauerstrasse war vollzogen und die Fundamentplatte gelegt. So konnte die Grundsteinlegung am 3. März 2016 durch Apostel Burren, die Architekten sowie die verantwortlichen Behörden erfolgen. Im Anschluss daran wurde mit den Bautätigkeiten begonnen.

2017
Die Fertigstellung der neuen Kirche St.Gallen ist im Jahre 2017 zügig vorangeschritten. Der markante Bau zwischen Rorschacher Strasse und Brauerstrasse konnte im Sommer 2017 vollendet und am 27. August in einem feierlichen Gottesdienst von Apostel Jürg Zbinden geweiht und der vereinigten Gemeinde St.Gallen übergeben werden.

D er  neue Kirschensaal, Einweihung 27.8.2017
Der neue Kirschensaal, Einweihung 27.8.2017

Folgende, nachstehend aufgeführte Amtsträger übten in den St. Galler Gemeinden die Aufgabe als Vorsteher aus:

St.Gallen ab Gründung bis 1937

Priester Johannes Baumann
Gemeindeältester Emil Baisch
Bezirksevangelist Ernst Streckeisen

 

St.Gallen-Centrum 1937-2011

Bezirksevangelist Ernst Streckeisen
Bezirksevangelist Ludwig Teucher
Bezirksevangelist Robert Ostinelli
Bezirksevangelist Albert Hauri
Hirte und Bezirksevangelist Franz Berger
Hirte Hubert Zingerle
Hirte Kurt Bührer
Evangelist Lucio Minosi
Hirte René Müller

 

St.Gallen-Ost 1937-2011

Bezirksevangelist Ernst Streckeisen
Bezirksältester Hermann Hänni
Hirte und Bezirksältester Ernst Heierle
Hirte Emil Bänziger
Bezirksevangelist Heinz Hauri
Hirte Luigi Minosi
Hirte Werner Anliker
Evangelist Walter Menzi
Bezirksevangelist Werner Anliker
Hirte Nestor Solenthaler
Hirte Max Nef
Hirte René Müller
Evangelist Walter Eichenberger

 

St.Gallen ab 2011 nach der Zusammenlegung

Bezirksevangelist Remo Passeri (April 2011-April 2013)
Hirte Caspar Ganzoni (ab April 2013 - Januar 2018)
Hirte Lucio Minosi (ab Januar 2018)

 

 

Chronik der italienischen Gemeinden St.Gallen-Centrum und St.Gallen-Ost

Sowohl in St.Gallen-Centrum als auch in St.Gallen-Ost wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts italienische Gemeinden gegründet und über Jahrzehnte geführt.


1959-1963
Nachdem am Bettag des Jahres 1959 ein italienischer Gast namens Luigi Minosi das erste Mal einen Gottesdienst in der Kirche St.Gallen-Centrum besuchte, begann man ab Oktober desselben Jahres Informationsabende für Gäste italienischer Sprache durchzuführen. Am 25. Dezember 1959 wurde Bruder Luigi Minosi als erster Italiener versiegelt. Ab Anfang 1960 begann man, die italienischen Gastarbeiter zu jeweils monatlich stattfindenden Evangelisations-Gottesdiensten einzuladen. Am 23. Juli 1961 versiegelte Apostel Rudolf Schneider in einem Gottesdienst etliche italienische Gäste.

1964-1974
Im Juni 1964 erfolgte der Übertritt von Diakon Luigi Minosi von St.Gallen-Centrum nach St.Gallen-Ost. Er begann in dieser Umgebung die italienischen Gastarbeiter in die Gottesdienste einzuladen. Die Führung der Gemeinde St.Gallen-Centrum wurde Priester Walter Kofler übertragen. Im Rahmen der Aufbauarbeit in Rorschach konnte am 31. August 1969 eine erste Versiegelung durchgeführt werden, Bruder Franco Maniglia. Am 22. November 1970 wurde Bruder Maniglia das Unterdiakonen-Amt anvertraut. Am 30. Mai 1971 wurde Priester Luigi Minosi das Hirtenamt übertragen und gleichzeitig der Auftrag als Vorsteher der deutschsprachigen Gemeinde St.Gallen-Ost. In den Jahren 1969 bis 1974 wurde in St.Gallen-Ost, in Rorschach, Goldach und Thal intensiv Aufbauarbeit geleistet und es konnten zunehmend Gäste der italienischen Gemeinde zugefügt werden. Gottesdienste fanden in dieser Zeit in St.Gallen-Centrum und teilweise in Rorschach statt. Am 6. Oktober 1974 hielt Apostel Rudolf Schneider einen Gottesdienst in St.Gallen-Centrum, in dem 19 italienische Geschwister versiegelt wurden. Priester Walter Kofler wurde von seiner Aufgabe als Vorsteher der italienischen Gemeinde entbunden und der deutschen Gemeinde zugeteilt. Priester Giuseppe Squizzato wurde zum Evangelisten ordiniert und gleichzeitig die Aufgabe als Vorsteher der italienischen Gemeinde übertragen. Der inzwischen als Diakon wirkende Franco Maniglia wurde ins Priester-Amt ordiniert.


1975-1976
Die zunehmende Anzahl der italienischen Geschwister führte dazu, die bestehende Gottesdienstordnung neu zu überdenken. Daher wurde entschieden, die italienischen Geschwister von St.Gallen-Ost und Rorschach von der Muttergemeinde St.Gallen-Centrum zu lösen und sie in den Gemeinden ihres Gebietes Gottesdienste halten zu lassen. Dies erfolgte am 1. Januar 1976. Jedoch aufgrund der in diesen Jahren auch in der Schweiz sich bemerkbar machenden Rezession verliessen viele Italiener die Schweiz und kehrten in ihr Heimatland zurück. Unter ihnen befanden sich auch neuapostolische Brüder und Schwestern, die nun in ihrer Heimat mit der Aufbauarbeit dieses Werkes begannen.

1978-1980
Am 12. November 1978 wurde Hirte Luigi Minosi als Vorsteher der deutschsprachigen Gemeinde St.Gallen-Ost entbunden. Gleichzeitig wurden im alle italienischen Gemeinden und Stationen des Arbeitsbereichs von Bischof Heinz Hauri zur Führung anvertraut. In einem Gottesdienst vom 30. September 1979 in Zürich-Albisrieden, gehalten von Apostel Ernst Zimmermann, wurde Hirte Luigi Minosi zum Bezirksevangelisten ordiniert. Ende des Jahres 1980 zählte die Gemeinde St.Gallen-Centrum gegen 60 und die Gemeinde St.Gallen-Ost, zusammen mit Rorschach gegen 70 Seelen.


1983-1997
Ab April 1983 erhielt Franco Maniglia, dem in der Zwischenzeit das Hirtenamt anvertraut worden war, den Auftrag, den in St.Gallen-Ost zusammengezogenen Gemeinden St.Gallen-Centrum, St.Gallen-Ost und Rorschach, als Vorsteher zu dienen. In dieser Aufgabe wirkte er freudig bis Ende November des Jahres 1996. Schliesslich erhielt er noch den Auftrag, einer deutschsprachigen Gemeinde im Appenzellerland als Vorsteher zu dienen. Der Zusammenzug der drei italienischen Gemeinden nach St.Gallen-Ost erfolgte, nachdem viele italienische Geschwister in ihre Heimat zurückgekehrt waren. Dies führte dazu, dass die wenigen zurückgebliebenen italienischen Geschwister der jeweilig deutschsprechenden Gemeinde zugeordnet wurden. Im Frühjahr 1997 kehrte Hirte Maniglia ebenfalls in seine Heimat nach Süditalien zurück. Rückblickend bleibt noch zu erwähnen, dass Bezirksevangelist Luigi Minosi im Frühjahr des Jahres 1991 auch nach Süditalien heimkehrte.

 

Folgende, nachstehend aufgeführten Amtsträger übten in den italienischen St. Galler Gemeinden die Aufgabe als Vorsteher aus:

St.Gallen-Centrum

Priester H. Nuber
Priester Walter Kofler
Evangelist Giuseppe Squizzato
Hirte Luigi Minosi

St.Gallen-Ost

Hirte Luigi Minosi
Hirte Franco Maniglia